Craps online in Deutschland 2026: Wege, Mechanik und Anbieter im Vergleich
Wer hier landet, will meistens nur eines wissen: Wo gibt es Craps, und ist das überhaupt legal spielbar? Die ehrliche Antwort führt über drei Stationen — die Mechanik am Tisch, die deutsche Rechtslage und die konkrete Spielauswahl bei den Anbietern, die überhaupt in Frage kommen. Was zwischen diesen Stationen liegt, ist vor allem eine Auswahl, kein Ranking.

Stand der Daten: 23 September 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).
Inhaltsverzeichnis
Wie Craps am Tisch funktioniert
Craps gehört zu den wenigen Casino-Spielen, bei denen die Spieler nicht gegen das Haus wetten, sondern gegeneinander — der Casino-Angestellte, der die Würfel wirft, heißt Stickman, und das Haus zieht lediglich eine Provision aus den Wetten, die an seinem Tisch angeboten werden. Wer das Spiel zum ersten Mal sieht, erkennt die halbkreisförmige Anordnung der Setzfelder und die Vielzahl der möglichen Einsätze; wer es zum ersten Mal spielt, sollte bei einer einzigen Wette bleiben, der Pass-Line-Wette, und alles andere ignorieren.

Der Grundgedanke ist verblüffend einfach. Eine Runde beginnt mit dem Come-Out-Wurf. Fällt eine 7 oder 11, gewinnt die Pass-Line-Wette sofort — man spricht von einem Natural. Fällt eine 2, 3 oder 12, verliert sie sofort, was landläufig als Craps bezeichnet wird. Bei jeder anderen Zahl (4, 5, 6, 8, 9, 10) wird diese Zahl zum Point; der Stickman legt eine Markierung mit „ON“ darauf, und das Spiel wechselt in eine zweite Phase. Nun gewinnt die Pass-Line-Wette, wenn der Point erneut gewürfelt wird, bevor eine 7 fällt; fällt die 7 zuerst — „Seven Out“ — verliert die Wette.
Pass-Line und Don’t-Pass — die Grundstruktur
Die Pass-Line-Wette zahlt 1:1 und trägt einen Hausvorteil von 1,41 %. Die Don’t-Pass-Wette ist ihr Spiegelbild mit einem etwas niedrigeren Hausvorteil von 1,36 %. Praktisch wettet man mit Don’t-Pass gegen den Werfer, weshalb diese Variante in deutschen Live-Übertragungen selten zu sehen ist — Craps wird sozial gegen den Tisch gespielt, nicht gegen den Shooter.
Sobald ein Point steht, darf hinter der Pass-Line-Wette eine zusätzliche Odds-Wette platziert werden. Sie ist die Ausnahme am Tisch: Ihre Auszahlung richtet sich nach der Point-Zahl, und der Hausvorteil liegt bei exakt 0 %. Bei Point 4 oder 10 zahlt die Odds-Wette 2:1, bei Point 5 oder 9 zahlt sie 3:2, bei Point 6 oder 8 zahlt sie 6:5. Die meisten Casinos erlauben das 2- bis 10-Fache des Grundeinsatzes als Odds-Einsatz — wer also 10 € auf Pass-Line legt, kann weitere 20 € bis 100 € dahinter setzen, ohne dass ein Hausvorteil hinzukommt.
Come, Don’t-Come und Place — die zweite Reihe
Sobald ein Point steht, verhält sich eine neu platzierte Come-Wette genau wie eine Pass-Line-Wette zu Beginn: 7 oder 11 gewinnen, 2, 3 oder 12 verlieren, alles andere wird zum eigenen Point. Der Hausvorteil bleibt 1,41 %. Analog trägt die Don’t-Come-Wette 1,36 %.
Wer nicht auf den Point warten will, kann auf einzelne Zahlen setzen — die Place-Wetten. Place 6 oder 8 zahlt 7:6 bei 1,52 % Hausvorteil, Place 5 oder 9 zahlt 7:5 bei 4,00 %, Place 4 oder 10 zahlt 9:5 bei 6,67 %. Das sind die Wetten, die Craps für ungeübte Spieler teuer machen, weil die Quoten den Hausvorteil nicht ausgleichen — Place 6 oder 8 ist noch am ehesten akzeptabel, der Rest kostet spürbar.
Die Hochquoten-Wetten und ihr Preis
Am Rand des Tisches finden sich die Vorschlagwetten mit verlockenden Auszahlungen: Any Seven zahlt 4:1 bei 16,67 % Hausvorteil, Any Craps trägt 11,11 %, Hardways-Wetten 9,09 bis 11,11 %, die Yo-Wette (11) 11,11 %, Snake Eyes (2) sogar 13,89 %. Big 6 und Big 8 zahlen 1:1, sind aber reine Fallstricke für Anfänger. Wer hier regelmäßig setzt, finanziert den Hausvorteil der anderen Tische mit. Genau dafür steht Craps am Live-Tisch: Die Mischung aus ruhigen Grundwetten und aggressiven Nebenwetten, die der erfahrene Spieler konsequent ignoriert.
Rechtslage: Was GlüStV 2021 für Craps bedeutet
Seit dem 1. Juli 2021 regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 den deutschen Online-Markt, und er tut etwas, das in den meisten anderen europäischen Märkten fehlt: Er unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Lizenztypen mit unterschiedlichem Geltungsbereich.

Bundesweite Slots-Erlaubnis vs. landesweite Tischspiel-Erlaubnis
Die GGL vergibt eine bundesweit gültige Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele — also Online-Slots. Daneben gibt es eine landesweit gültige Erlaubnis für Online-Casinospiele, also Tisch- und Live-Spiele wie Roulette, Blackjack, Baccarat und Craps. Diese zweite Erlaubnis wird nicht von der GGL erteilt, sondern vom jeweiligen Land, und sie gilt nur im Inland des erteilenden Landes.
Das hat eine direkte Konsequenz für die Anbieterlandschaft: Wer in der GGL-Whitelist unter der Kategorie „virtuelle Automatenspiele“ geführt wird, darf keine Live-Craps-Tische anbieten. Wer Live-Tische anbietet, ist nicht in der GGL-Whitelist, sondern in der landesweiten Liste eines Bundeslandes verzeichnet. Die bundesweite Whitelist enthielt zum Stand 07.09.2026 insgesamt 166 Einträge, davon 34 unter virtuelle Automatenspiele, 27 unter Sportwetten, 5 unter Online-Poker — und nur 5 unter Online-Casinospiele, und alle 5 auf Landesebene.
Die fünf landesweit lizenzierten Online-Casinospiel-Anbieter sind Merkur Bets Malta, NOVOLINE.DE GmbH, Skill On Net und Tipico Karlsruhe (alle in der Zuständigkeit Schleswig-Holstein) sowie die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung (Zuständigkeit Bayern).
Was § 22a Abs. 11 GlüStV 2021 Slots-Anbietern verbietet
Der Gesetzgeber hat ausdrücklich klargestellt, dass ein Slots-Anbieter sich nicht „Online Casino“ nennen und auch keine Roulette- oder Craps-Tische ins Portfolio aufnehmen darf. Verstöße gegen diese Werbebeschränkung und gegen das Produktangebot werden von der GGL verfolgt; die Konsequenzen reichen von Abmahnungen über Bußgelder bis zum Entzug der Erlaubnis.
Strafrechtlicher Rahmen für Offshore-Angebote
Anbieter ohne deutsche Erlaubnis bewegen sich in einer Grauzone, die juristisch keine ist. Die Organisation von Glücksspiel ohne Erlaubnis ist nach § 284 StGB eine Straftat mit Strafrahmen bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe; die bloße Teilnahme kann nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe geahndet werden. In der Praxis konzentriert sich die Strafverfolgung auf die Anbieterseite, nicht auf einzelne Spieler — aber dass kein deutsches Gericht bislang systematisch gegen Spieler vorgegangen ist, ist kein Freibrief.
Die GGL veröffentlicht übrigens keine schwarze Liste, sondern nur eine Whitelist. Wer prüfen will, ob ein Anbieter erlaubt ist, sucht ihn dort — und findet ihn entweder oder eben nicht.
Einzahlungslimit, 5-Sekunden-Regel und Einsatzsteuer
Seit dem 1. Juli 2026 gilt ein gestaffelter Spieleinsatz pro Spin: 1 € Basisgrenze für jeden Spieler, 3 € für Spieler ab 21 Jahren, 5 € für Spieler ab 21 Jahren nach einer 90-tägigen Qualifizierungsphase. Die Anhebung ist für den Anbieter optional und gilt befristet bis zum 31. Dezember 2027. Hinzu kommen das seit Langem bestehende 5-Sekunden-Intervall zwischen Spielrunden, das Verbot paralleler Spiele und eine Einsatzsteuer von 5,3 % auf jeden Spin (§ 38 RennwLottG).
Das anbieterübergreifende Einzahlungslimit liegt bei 1.000 € pro Monat und wird über LUGAS durchgesetzt — die Limitdatei verwaltet das monatliche Maximum, die Aktivitätsdatei verhindert paralleles Spiel. Beide Systeme greifen nur bei lizenzierten Anbietern. Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind an LUGAS nicht angeschlossen.
Kanalisierungsquote und der nicht regulierte Anteil
Der Tätigkeitsbericht 2025 der GGL beziffert den nicht regulierten Anteil am Online-Glücksspielvolumen für 2024 mit 23 %, entsprechend einer Kanalisierungsquote von 77 %. Die Behörde weist ausdrücklich darauf hin, dass für 2025 keine eigenständigen Kennzahlen zur Größe des illegalen Marktes ausgewiesen werden. Die 77 % sind also Stand 2024, nicht Stand 2026.
Wer bei einem nicht lizenzierten Anbieter spielt, spielt außerhalb dieses Rahmens — kein LUGAS-Limit, kein OASIS-Selbstausschluss, keine Einzahlungskontrolle.
Spielerschutz: OASIS, LUGAS und die Hilfsangebote
Wer in Deutschland legal spielt, ist in zwei Schutzsysteme eingebunden, die zusammen funktionieren.
OASIS — die Sperrdatei
OASIS ist die bundesweite Spielersperrdatei. Jeder lizenzierte Anbieter muss vor jeder Anmeldung und vor jeder Auszahlung prüfen, ob der Spieler gesperrt ist. Eine Sperre kann freiwillig (auf Antrag des Spielers, zwischen drei Monaten und unbegrenzt) oder behördlich (bei Spielsucht-Verdacht durch das Land) erfolgen. Wer in OASIS steht, kann bei keinem lizenzierten Anbieter in Deutschland spielen — weder bei einem Slots-Anbieter noch bei einem Tischspiel-Anbieter.
LUGAS — das Einzahlungslimit
LUGAS besteht aus zwei Dateien: Die Limitdatei speichert das individuelle monatliche Einzahlungslimit jedes Spielers, die Aktivitätsdatei protokolliert jeden Login. Da LUGAS anbieterübergreifend arbeitet, gilt das 1.000-€-Limit nicht pro Anbieter, sondern kumuliert über alle Anbieter, bei denen ein Spieler ein Konto führt. Wer das Limit ausreizen will, kann es auf Antrag gegen Einkommensnachweis erhöhen lassen — vorausgesetzt, der Anbieter bietet diese Möglichkeit an.
Hilfsangebote
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unterhält eine Beratungshotline unter 0800 137 27 00. Auch die Landesstellen für Suchtfragen bieten anonyme Beratung an. Diese Angebote sind kostenlos und unabhängig davon, ob jemand bereits bei einem lizenzierten Anbieter spielt oder nicht.
Spielauswahl: Welche Anbieter Craps führen
Die entscheidende Frage für die meisten Leser ist nicht die Rechtslage, sondern das schlichte Angebot: Wo gibt es überhaupt einen Craps-Tisch, online und auf Deutsch?
Das Problem der Spielauswahl bei Slots-Anbietern
Keiner der bundesweit lizenzierten Slots-Anbieter (JackpotPiraten, BingBong, Wunderino, Tipico Games) darf Craps anbieten — ihre Erlaubnis deckt ausschließlich virtuelle Automatenspiele ab. Craps ist ein Tischspiel, fällt also definitionsgemäß in die andere Kategorie. Wer dort einen Craps-Tisch sucht, sucht vergebens.
Landesebene: Wo Craps theoretisch verfügbar wäre
Die fünf landesweit lizenzierten Anbieter für Online-Casinospiele sind die einzigen, die Craps überhaupt anbieten dürften. In der Praxis ist das Angebot jedoch dünn: Die Plattformen dieser Anbieter führen überwiegend Roulette, Blackjack und Baccarat — Craps ist international kein Massenprodukt und wird auch in den staatlich konzessionierten Live-Casinos selten eingerichtet. Hinzu kommt die Beschränkung auf das erteilende Bundesland: Wer in Nordrhein-Westfalen wohnt und bei einem Schleswig-Holstein-Anbieter spielen will, hat keinen Zugang, weil die Erlaubnis nur in Schleswig-Holstein gilt.
DIE SPIELBANK, die Plattform der Sächsischen Spielbanken-GmbH & Co. KG, ist eine der wenigen lizenzierten Adressen, an denen Craps überhaupt Erwähnung findet — allerdings eher in redaktionellen Beiträgen und Spielregel-Erklärungen als im Live-Casino-Portfolio selbst. Die Erlaubnis besteht nach Betreiberangabe seit dem 03.11.2022 und wurde über das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt erteilt. Was das Live-Angebot konkret enthält, variiert und ist nicht in jedem Bundesland zugänglich.
Offshore-Anbieter: Wo Craps verfügbar ist, aber nicht legal
Wer einen Craps-Tisch sucht, findet ihn vor allem bei Offshore-Anbietern — Ice Casino, Slottica und Co. Diese Anbieter werben mit Craps-Tischen, häufig von Evolution Gaming, und sind für deutsche Spieler erreichbar, weil das Internet keine Grenzen kennt. Sie sind in Deutschland nicht zugelassen, nicht an OASIS oder LUGAS angeschlossen und fallen unter die Strafnorm der §§ 284, 285 StGB.
Dass diese Anbieter in deutschen Suchergebnissen auftauchen, bedeutet keine deutsche Erlaubnis. Die GGL-Whitelist führt keinen einzigen der genannten Offshore-Anbieter — weder Ice Casino, Slottica, N1 Casino, Bizzo Casino, Boomerang Bet, National Casino, Katsubet, Vulkan Vegas, Rabona noch Slottica tauchen in der Liste auf.
Die acht Anbieter im Vergleich
Die folgende Tabelle zeigt die acht Anbieter aus der Recherche nebeneinander. Die Spalten sind die Vergleichsachsen, die für Craps-Spieler entscheidend sind — Lizenzstatus, Craps-Verfügbarkeit und die Bonusbedingungen, die für ein eventuelles Willkommensangebot gelten.
| Anbieter | Lizenzstatus | Craps verfügbar | Beworbene Bedingungen |
|---|---|---|---|
| JackpotPiraten | GGL-Whitelist (Slots, bundesweit) | nein — reine Slots-Erlaubnis | anbieterspezifisch, AGB beachten |
| BingBong | GGL-Whitelist (Slots, bundesweit) | nein — reine Slots-Erlaubnis | anbieterspezifisch, AGB beachten |
| DIE SPIELBANK | Landeserlaubnis Sachsen-Anhalt (Tischspiele) | redaktionell erwähnt, Live-Angebot variiert | landesspezifisch, AGB beachten |
| Merkur | Landeserlaubnis Schleswig-Holstein (Tischspiele) | möglich, aber Angebot unklar | landesspezifisch, AGB beachten |
| Tipico Games | GGL-Whitelist (Slots, bundesweit) | nein — reine Slots-Erlaubnis | anbieterspezifisch, AGB beachten |
| Wunderino | GGL-Whitelist (Slots, bundesweit) | nein — reine Slots-Erlaubnis | anbieterspezifisch, AGB beachten |
| Ice Casino | keine deutsche Erlaubnis (Curaçao) | ja, über Evolution Gaming | 40× Rollover Einzahlungsbonus, 35× auf Freispielgewinne |
| Slottica | keine deutsche Erlaubnis (Curaçao) | nicht bestätigt | keine Angaben |
Die Tabelle zeigt das Problem deutlicher als jeder Fließtext: Wer Craps spielen will und dabei legal bleiben möchte, hat in Deutschland eine extrem schmale Auswahl. Wer Craps spielen will und die Offshore-Variante wählt, akzeptiert die rechtlichen und schutztechnischen Konsequenzen — kein OASIS, kein LUGAS-Limit, kein Anruf bei der GGL-Hotline, wenn der Anbieter nicht auszahlt.
Lizenzstatus und was er konkret bedeutet
Die Spalte „Lizenzstatus“ trennt die bundesweit lizenzierten Slots-Anbieter von den landesweit lizenzierten Tischspiel-Anbietern und von den Offshore-Anbietern. JackpotPiraten und BingBong teilen sich denselben Betreiber (DGGS Deutsche Gesellschaft für Glücksspiel mbH), führen aber unterschiedliche Spielbestände — BingBong listet rund 1.200 Spiele von mehr als 15 Herstellern in seiner RTP-Übersicht, JackpotPiraten ein anderes Portfolio.
DIE SPIELBANK, Merkur und die anderen Landes-Anbieter dürfen Tischspiele anbieten, unterliegen aber der jeweiligen Landesgesetzgebung. Schleswig-Holstein hat in den 2010er-Jahren eine vergleichsweise liberale Linie verfolgt und mehrere Anbieter lizenziert; andere Länder sind restriktiver. Die Folge: Ein Schleswig-Holstein-Anbieter ist nicht bundesweit spielbar.
Was die Bonusbedingungen real kosten
Die konkreten Rollover-Werte bei Ice Casino liegen bei 40× auf den Einzahlungsbonus und 35× auf Gewinne aus Freispielen. Setzt man einen Bonus von 100 € voraus, ergibt sich ein erforderlicher Umsatz von 4.000 € (Bonus × 40) für den Einzahlungsbonus. Bei einem durchschnittlichen Slot-Einsatz von 1 € pro Spin sind das 4.000 Spins; bei einem 5-Sekunden-Intervall pro Spin ergibt sich eine Spielzeit von rund 5,6 Stunden reiner Spielzeit. Für die Freispielgewinne gilt eine ähnliche Logik, ausgehend vom 35-fachen Umsatz.
Die Rechnung offenbart, was Bonuswerbung verschweigt: Ein 100-€-Bonus mit 40× Rollover kostet den Spieler nicht 100 €, sondern erfordert einen Einsatz von 4.000 €, bevor eine Auszahlung möglich wird. Bei einem typischen Slot-RTP von 95 % liegt der erwartete Verlust aus diesem Umsatz bei rund 200 € — der Bonus ist also kein Geschenk, sondern ein Vorschuss, dessen „Wert“ nur dann real wird, wenn der Spieler während des Umsatzes Glück hat.
Für die übrigen Anbieter in der Tabelle liegen keine konkreten Rollover-Werte aus der Recherche vor. Das bedeutet nicht, dass dort keine Rollover-Bedingungen existieren — sondern dass sie anbieter- und aktionsspezifisch in den jeweiligen AGB stehen.
Einsatzlimits und Spielzeit — was die Rechnung zeigt
Die Rechnung aus dem vorherigen Abschnitt lässt sich verallgemeinern. Bei einem Einzahlungsbonus von 100 € mit 40× Rollover liegt der erforderliche Umsatz bei 4.000 €, bei 1 € Einsatz pro Spin sind das 4.000 Spins, bei einem 5-Sekunden-Intervall pro Spin ergibt das 20.000 Sekunden reine Spielzeit, also rund 5,6 Stunden. Bei 50 € Bonus halbieren sich die Werte, bei 200 € Bonus verdoppeln sie sich.
Die Bandbreite, mit der ein Spieler rechnen muss, liegt damit zwischen rund 2,8 Stunden (50-€-Bonus, 40×) und über 22 Stunden (200-€-Bonus, 40×). Innerhalb dieser Bandbreite hängt die reale Spielzeit vom gewählten Einsatz pro Spin ab — wer mit 0,20 € statt 1 € spielt, verlängert die Spielzeit um den Faktor 5, weil 20.000 Spins statt 4.000 nötig sind. Die Größenordnung bleibt allerdings dieselbe: Es geht um Stunden, nicht um Minuten.
Diese Rechnung gilt für Slots-Boni. Für Tischspiel-Boni, etwa bei Live-Craps, gelten häufig abweichende Rollover-Bedingungen — oft wird der Umsatz nur zu 10 % oder 20 % auf Tischspiele angerechnet, oder Tischspiele sind vom Bonusumsatz ganz ausgeschlossen. Wer einen Craps-spezifischen Bonus sucht, sollte in den AGB nachlesen, ob Craps überhaupt zur Umsatzerfüllung beiträgt.
Wer wo spielen sollte
Die ehrliche Empfehlung hängt davon ab, was der Spieler sucht.
Wer Craps auf Deutsch und legal spielen will
Die Auswahl ist klein. DIE SPIELBANK und möglicherweise einzelne Schleswig-Holstein-Anbieter führen Craps in ihrem Portfolio, allerdings nicht garantiert als Live-Tisch. Wer bereit ist, auch Roulette oder Blackjack zu spielen und Craps als Nebenprodukt mitzunehmen, findet hier einen legalen Rahmen mit vollem Spielerschutz. Wer zwingend Craps als Live-Tisch will und auf Legalität besteht, hat in Deutschland Stand 2026 faktisch keine Adresse.
Wer Craps als Live-Erlebnis will und Offshore akzeptiert
Ice Casino und vergleichbare Curaçao-Anbieter listen Craps von Evolution Gaming. Der Spielerschutz ist dort nicht vorhanden, die Rechtslage ist eindeutig: Die Anbieter sind in Deutschland nicht zugelassen. Wer diesen Weg wählt, sollte sich bewusst sein, dass OASIS und LUGAS nicht greifen, dass eine Auszahlungsstreitigkeit nur über den Anbieter selbst oder über eine Curaçao-Beschwerdestelle gelöst werden kann, und dass das eingezahlte Geld im Konkursfall des Betreibers nicht durch deutsche Einlagensicherung geschützt ist.
Wer ohnehin nur Slots spielt
Die bundesweit lizenzierten Slots-Anbieter (JackpotPiraten, BingBong, Wunderino, Tipico Games) bieten vollen Spielerschutz, klare Einsatzlimits, anbieterübergreifende Einzahlungskontrollen und die Sicherheit einer deutschen Erlaubnis. Craps sucht man dort vergebens — das ist kein Mangel, sondern die logische Konsequenz der Lizenzkategorie.
Häufig gestellte Fragen
Ist Craps in deutschen Online-Casinos legal spielbar?
Craps fällt unter die Kategorie Online-Casinospiele und ist damit nicht über die bundesweite GGL-Slots-Erlaubnis abgedeckt. Spielbar ist es nur bei Anbietern mit einer Landeserlaubnis für Tischspiele, etwa in Schleswig-Holstein oder Sachsen-Anhalt. Offshore-Anbieter wie Ice Casino sind in Deutschland nicht zugelassen, auch wenn sie Craps im Portfolio führen.
Wann gewinnt die Pass-Line-Wette beim Come-Out-Wurf sofort?
Beim Eröffnungswurf gewinnt die Pass-Line-Wette sofort bei einer 7 oder 11 — man spricht von einem Natural. Fällt eine 2, 3 oder 12, verliert sie sofort, was als Craps bezeichnet wird. Jede andere Zahl (4, 5, 6, 8, 9, 10) wird zum Point.
Bei welchen Würfelzahlen verliert die Pass-Line-Wette sofort?
Die Pass-Line-Wette verliert sofort beim Come-Out-Wurf bei einer 2, 3 oder 12 — diese Würfe werden landläufig als Craps bezeichnet. Fällt eine 7 vor dem Point, nachdem dieser bereits gesetzt wurde, verliert die Wette ebenfalls (Seven Out).
Was bedeutet der Begriff Come-Out-Wurf beim Craps?
Der Come-Out-Wurf ist der Eröffnungswurf einer neuen Runde, bevor ein Point gesetzt ist. Er entscheidet, ob die Pass-Line-Wette sofort gewinnt (7 oder 11), sofort verliert (2, 3 oder 12) oder ob eine neue Point-Zahl festgelegt wird (4, 5, 6, 8, 9, 10).
Gibt es Craps als Live-Tisch in deutschen Online-Casinos?
Bei den bundesweit lizenzierten Slots-Anbietern nicht, weil deren Erlaubnis Craps nicht abdeckt. Bei landesweit lizenzierten Anbietern für Online-Casinospiele ist Craps möglich, aber selten als fester Bestandteil des Live-Portfolios verzeichnet. Offshore-Anbieter wie Ice Casino listen Craps über Evolution Gaming, sind aber in Deutschland nicht zugelassen.
Erstellt von der Redaktion von „Casino Slots Hub”.
